Montag, 10. März 2014

Kochbuchtipp: Anjums indische vegetarische Küche


Titel: Anjums indische vegetarische Küche
Autor: Anjum Anand
Verlag: Dorling Kindersley
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Kochbuch
Seiten: 176
Preis: 19,95€
"Halloumi mit Kräuterkruste und Feigen-Pistazien-Chutney, Paprika mit Erdnuss-Tamarinden-Sauce oder Auberginen mit Granatapfel-Joghurt - die vegetarische Küche Indiens ist würzig, sinnlich und vielfältig wie keine andere. "
Die indische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und auch dafür, dass man als Vegetarier eigentlich immer eine recht große Auswahl an Speisen hat. Wer gerne auch mal zu Hause indisch kochen will und die Gerüche einer anderen Kultur in seine Küche holen möchte, der kommt nicht an „Anjums vegetarische indische Küche“ vorbei.

Das Kochbuch ist hübsch gelayoutet: Es gibt viele Bilder zu den verschiedenen Rezepten und immer viel Inspiration zum Anrichten.Vorab gibt es für alle die es interessiert Anjums Weg zur Vegetarierin. Das Kochbuch ist logisch aufgeteilt in folgende Bereiche:

·         Frühstück und Brunch
·         Getränke
·         Vorspeisen und Snacks
·         Salate und Gegrilltes
·         Himmlisches Gemüse
·         Käse, Hülsenfrüchte und Eier
·         Herrliches Getreide
·         Beilagen und
·         Göttliche Desserts.

Hilfreich ist auch „die indisch-vegetarische Vorratskammer“. In diesem Abschnitt werden viele der wichtigsten indischen Zutaten aufgelistet. Diese Auflistung ist ganz nett, hilft jedoch auch nicht bei der Beschaffung der Zutaten. Das ist meines Erachtens auch das größte Problem, was sich mir beim Ausprobieren des Kochbuches in den Weg gestellt hat. Die meisten Gerichte kann ich nicht komplett nach Rezept ausprobieren, weil mir schlicht die Zutaten fehlen. Einen indischen oder asiatischen Supermarkt habe ich leider auch nicht in der Nähe, also musste ich oft improvisieren. Alternativ kann man natürlich die Gewürze im Internet bestellen, wenn man denn das nötige Kleingeld hat. Allerdings habe ich einige ohne alle Zutaten nachgekocht und die Gerichte waren alle trotzdem sehr lecker und schmackhaft.

Was man beachten sollte ist außerdem das viele der vorgestellten Rezepte nicht typisch Indisch sind. Beispielsweise „Armer Ritter mit Kokosflocken“. Im Vorwort erklärt Anjum allerdings, dass sie einige Gerichte auf Reisen kennengelernt hat oder sie einfach mag. Das sie dann nichts mit der traditionellen indischen Küche zutun haben ist verkraftbar, natürlich ist der Buchtitel ein bisschen irreführend. Ich hatte zu Beginn tatsächlich angenommen hier rein traditionelle indische Gerichte zu finden.

Natürlich hab ich bereits einige Rezepte ausprobiert und diese haben auch wirklich meinen Gaumen und den meiner Gäste verwöhnt. Vorstellen möchte ich euch hier ein Frühstücksrezept und eine Hauptspeise:


„Armer Ritter mit Kokosflocken“  

Ein Klassiker, den wahrscheinlich jeder schon mal gegessen hat. Ich kenne Armer Ritter allerdings nicht in süß (da schein ich aber alleine zu sein, denn nach Recherchen isst man Armer Ritter süß!). In dieser Variante werden zu Eiern und Milch noch Zucker und Kokosflo Delicious! Ein einfaches Gericht, was schnell mal auf den Teller gezaubert werden kann, auch wenn es morgens schnell gehen soll. Es ist zwar nicht typisch Indisch aber auf jeden Fall lecker!

„Indisches Tigerlinsencurry“ 

Lange habe ich nach einer Hauptspeise gesucht, die ich zubereiten kann. Ich musste zwar auch hier improvisieren und konnte keine gespaltenen Kichererbsen und Linsenbohnen auftreiben (per Hand war mir das dann doch ein wenig zu viel Arbeit!), aber es ging natürlich auch so. Das Rezept zu diesem Gericht findet ihr übrigens auf meinem Partnerblog mitgeschmack! Auch das Hauptgericht konnte mich und den Rest der Familie überzeugen, angenehm scharf und dennoch lag es nicht zu schwer im Magen. Perfekt.



Ich würde das Buch jedem empfehlen, der neben der deutschen und italienischen Küche mal etwas erfrischend neues ausprobieren will. Ein so schönes Kochbuch mit tollen Rezepten die man unbedingt nachkochen muss. Gerade im Sommer ist die indische Küche fantastisch. Die Gerichte machen zwar satt, ziehen einen aber nicht so stark runter wie beispielsweise eine Lasagne. Außerdem sind die Gerichte sehr gemüselastig und somit auch gesund – lecker und gesund, die perfekte Kombination.

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