Freitag, 19. April 2013

Rezension: Angelika Schwarzhuber - "Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück"

Autorin: Angelika Schwarzhuber
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Roman
Seiten: 411
Preis: 9,99€ 

"Frau sucht Bauer!
Attraktive Blondine, 33, mit Hof,
sucht feschen Landwirt
zwecks baldiger Heirat im Landkreis Passau.
Nur ernstgemeinte Zuschriften mit Foto an
FrausuchtBauer@online.de" (Seite 79)

Als ihre Oma stirbt, wird Hanna zur Alleinerbin des Vermögens und des Hofes. Allerdings nur unter der Bedingung, dass Hanna in den nächsten 3 Monaten heiratet. Die Chancen dafür stehen allerdings nicht gerade gut, denn Hanna ist seit Jahren Single und findet einfach nicht den richtigen Mann.

„Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück“ ist das zweite Buch der Autorin Angelika Schwarzhuber und wieder ist es ein romantischer Frauenroman, der oft zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt. Auch Lene, die Protagonistin aus ihrem Debütroman „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“, hat den ein oder anderen Auftritt und gerät somit nicht in Vergessenheit (mochte ich sie doch so sehr!).
Auch in diesem Buch geht es darum die große Liebe zu finden, Hürden zu überwinden und das Leben zu meistern, so, wie es gerade kommt. Der erste Schritt in ein neues Leben besteht für Hanna zunächst darin, ihre Koffer in München zu packen und raus aufs Land zuziehen. Denn um an das Erbe zu kommen, muss sie drei Monate lang auf dem Hof leben. Von der Großstadt auf den Bauernhof – ganz einfach ist das nicht und stellenweise urkomisch für den Leser. Glücklicherweise bekommt Hanna Hilfe bei der Suche nach dem Mann für ihre Ehe. Doch diese Hilfe schlägt ungeahnte Wellen und plötzlich ist Hanna umgeben von heiratswütigen Männern sämtlicher Couleur. Leider sind eigentlich alle ungeeignet. Alle bis auf einen: Beim schönen Alex verschlägt es Hanna sofort die Sprache und sie ist hin und weg. Ihrem Cousin passt das Ganze gar nicht und der Leser kann sich schon denken, emotionale Hochs und Tiefs sind hier definitiv vorprogrammiert.

Vielleicht kann man mit einem Liebesroman nicht mehr überraschen, das mag sein. Das Schema ist natürlich meist gleichbleibend und der Leser weiß, was er bekommt. Aber genau das finde ich oft so schön. Denn ich kaufe das Buch und ich weiß, wenigstens da erwartet mich dann ein großes und romantisches Happy End. Die chaotische Protagonistin unterhält den Leser wirklich gut, ihr Job ist mal was anderes und ihre Gefühlskisten auch. Wie auch im vorhergehenden Band ist die Protagonistin eine normale Frau, mit normalen Problemen und Problemzonen. Ideal also auch für jede andere Frau um sich mit ihr zu identifizieren und mitzufiebern. Die Figuren sind alle sehr bodenständig und dazu noch das bayrische Flair – ich finde es perfekt. Mein nächster Urlaub wird definitiv in Bayern stattfinden, vielleicht auf einem kleinen Hof und mit der großen Liebe? Wer weiß das schon. Angelika Schwarzhubers Roman lässt auf jeden Fall wieder auf das große Glück hoffen und auch durchaus das eigene Bild was man von einer Beziehung hat reflektieren.
Ich freue mich schon auf weitere Romane der Autorin, denn ich mag ihre Art die Geschichte zu erzählen und auch dieses Buch hatte das gewisse Extra. Ich zumindest konnte es nicht mehr aus der Hand legen und hatte eine schöne Zeit mit Hanna und Co.

Ich möchte an dieser Stelle auch wieder die liebevolle Gestaltung des Covers erwähnen, ich finde es so gelungen! Genauso super sind die im Anhang aufgeführten Rezepte, das ein oder andere werde ich mit Sicherheit nachbacken/kochen!
                              

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