Samstag, 5. Januar 2013

Rezension: Angelika Schwarzhuber - "Liebesschmarrn und Erdbeerblues"

Titel: Liebesschmarrn und Erdbeerblues
Autorin: Angelika Schwarzhuber
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Roman
Seiten: 346
Preis: 9,99€


„Waren Beruf und Karriere wirklich der Altar, auf dem wir ein Familienleben opferten? Zugegebenermaßen mit all seinen Höhen und Tiefen. Stand Selbstbestimmung so weit über partnerschaftlichen Kompromissen, dass wir einem Singleleben den Vorzug gaben?“ (Seite 113)
Auf Bayerisch gibt es keine Liebe, stellt Lene frustriert fest, als ihr Freund Michi ihr eine Liebeserklärung macht. Deprimiert wendet sie sich an ihre Freundin Claudia, die ihr gerne hilft: Schon am nächsten Tag findet Lene sich auf der Titelseite der Zeitung wieder, für die sie und Claudia arbeiten. Ihre Behauptung führt dazu, dass sich die Männer um sie reißen aber auch einer, der Sprachwissenschaftler Karl, gar nicht mit Lenes Behauptung klar kommt und schnell zu ihrem Intimfeind wird.

Der Debütroman von Angelika Schwarzhuber ist sehr gelungen! Allein schon die Aufmachung des Buches ist super und ich musste das Buch unbedingt kaufen! Durch die blau-weiße Gestaltung wird sofort bayrisches
Flair versprüht und der Vokabeltrainer auf der Innenseite war sehr charmant und hilfreich! Der Roman wurde auf Hochdeutsch geschrieben, wenn sich Lene aber ereifert und zornig wird, verfällt sie ins bayerische, was oft zur Erheiterung führt.

Neben der Protagonistin sind mir auch sämtliche andere Figuren ans Herz gewachsen, so liebevoll wurden sie beschrieben. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und selbst der millionenschwere Chef von Lene ist wunderbar normal und auf dem Teppich geblieben. Mit Lene selbst konnte ich mich oft identifizieren und habe deswegen mit ihr mitgefiebert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auf der Suche nach der Liebe ist sie oft mit sich überfordert und steht sich selbst im Weg. Doch es ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Ihre Liebsten teilen ihr auch unverblümt mit, dass sie sich langsam zum egoistischen Maneater entwickelt und so steht Lene plötzlich ohne Mann und beste Freundin da! Natürlich wendet sich alles wieder zum Guten und deswegen lese ich solche Romane einfach gerne, sie lassen uns das Gute nicht vergessen und lassen neuen Mut schöpfen!

„Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ ist ein Buch, welches zum lachen aber auch zum nachdenken anregt. Gerade die Geschichten über Lenes tote Mutter haben mich sehr gerührt. Nachdem ich den Roman beendet hatte, blieb ich mit einem Glücksgefühl im Bauch zurück und auch viel Hoffnung, was die eigene Zukunft anbelangt! Im Anhang finden sich noch einige bayerische Rezepte wieder die ich teilweise definitiv nachkochen werde, zum Beispiel die Vodka-Erdbeer-Marmelade!


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