Mittwoch, 29. Februar 2012

Rezension: Sebastian Glubrecht - "Ja mei"


Autor: Sebastian Glubrecht
Titel: Ja mei - Wie ich lernte, die Ehe zu schließen
Verlag: rororo
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 238
Genre: Roman
ISBN: 978-3-499-25264-8


Erster Satz: "In letzter Sekunde schaffe ich den Absprung."

In der Fortsetzung von "Na servus!" hat es Sebastian geschafft, Roni und er sind ein glückliches Liebespaar und wollen heiraten. Kaum sind sie in ihr erstes gemeinsames Liebesnest gezogen taucht Ronis Ex und große Liebe auf und scheint Sebastian einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Ausserdem will Jochen, Sebastians bester Freund, endlich erwachsen werden und zieht mit Sack und Pack bei den beiden ein - natürlich nur für ein paar Tage. Als dann Roni auch noch seine Eltern kennenlernen will und sie, wie es der Zufall so viel, zur alljährlichen Grünkohlwanderung nach Tiefenwalde eingeladen werden,ahnt Sebastian schon, dass das nur in einer Katastrophe enden kann.

Der Roman von Glubrecht hat mir sehr gut gefallen, nach ersten Zweifeln, dass das Buch an Spritzigkeit oder Unterhaltungswert verloren haben könnte, wurde ich eines besseren belehrt.
Sebastian kommt in den Genuss verschiedener bayrischer Hochzeitsrituale und es werden wieder viele Klischees erfüllt, die man als "Preiß" so hegt und pflegt.
Knoll haut wieder einen Spruch nach dem anderen raus und auch die Eltern von Sebastian gefallen mir sehr, zwei Sozialpädagogen, die ihr eigenes Leben nach dem "Verlust" des eigenen Sohnes nicht mehr so richtig auf die Reihe kriegen wollen. Das ganze Buch erinnert mich sehr an die Komödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich".
Am besten gefallen hat mir der Teil des Jungesellenabschieds, dort bekommen Ulf (der Cousin von Roni), James (der schwule Schuhplattlerlehrer), Jochen und Jan (der Lebensgefährte von Ronis Freundin) Platz sich zu entfalten.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Kapitel immer einen bayrischen Begriff als Überschrift hatten, der dann ins hochdeutsche übersetzt wurde - wie zum Beispiel: "Oide Lieb rosd ned, oba die liabe Oide scho (hochdeutsch: Alte Liebe rostet nicht... und Schatz, du siehst toll aus)"

Auch der Folgeroman von Sebastian Glubrecht kann mich von sich überzeugen - ein netter, lustiger und kurzweiliger Roman den man in ein paar Stunden durchlesen kann. Also die perfekte Urlaubs- oder S-Bahn Lektüre.


Montag, 27. Februar 2012

Ein Blog, ein Baum!

Habe auf einem anderen Blog von dieser Aktion gelesen und finde sie wirklich klasse.
Der Gedanke dahinter ist, dass Blogs natürlich auf Servern laufen die Strom verbrauchen und somit auch ihren Beitrag zur Umweltverschmutzung beitragen!

Ich habe mich also dazu entschlossen einen Baum pflanzen zu lassen!
Mein Blog hat eine Eiche gepflanzt.

Macht mit und pflanzt einen Baum in Zusammenarbeit mit I Plant A Tree und ITSTH.

Rezension: Kerstin Gier - "Rubinrot"


Die Welt dreht sich, ihr Kopf fährt Achterbahn, was ist bloß los mit Gwendolyn?
In der letzten Zeit hat die 16-Jährige immer öfter Kopfschmerzen und Schwindelanfälle. Doch eigentlich werden die Symptome bei ihrer Cousine Charlotte erwartet.
Denn das Schwindelgefühl soll den ersten Zeitsprung ankündigen.
Zeitsprung? Richtig gehört - in Gwendolyns Familie wird das Gen der Zeitreisenden vererbt.
Allerdings wurde von Newton Charlottes Geburtstag ausgerechnet.
Gwen entschließt sich also nach einem Plausch mit ihrem Lieblingsgeist nach Hause zu gehen und eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Schließlich bekommt Charlotte und nicht sie seit Jahren Training und wird penibel auf ihren ersten Zeitsprung vorbereitet.
Natürlich kommt alles anders und Gwen verschwindet plötzlich und findet sich zwar noch in ihrer Straße aber in einer längst vergangenen Zeit wieder. Jetzt geht alles ganz schnell - kaum ist sie wieder im Hier und Jetzt angelangt, springt sie wieder in eine andere Zeit und sieht sich selbst mit einem äußerst attraktiven Jungen tanzen. Spätestens jetzt muss sie ihrer Mutter Bescheid sagen, die dann der ganzen Familie und allen anderen Zeitreisenden erklären muss, dass nicht die perfekte Charlotte sondern die "normale und durchschnittliche" Gwen nun ihr Hoffnungsträger ist um das Geheimnis zu lösen. An ihrer Seite steht ab diesem Tag der wirklich attraktive Gideon... Wäre er nur nicht so arrogant und gemein zu ihr.

Ein gelungener Start der Edelstein Trilogie wie ich finde. Die Charaktere die Kerstin Gier dem Leser präsentiert sind nicht die typischen Teenager sondern interessante Persönlichkeiten.
So kann zum Beispiel Gwendolyn nicht nur in der Zeitspringen sondern auch Geister sehen - gerade ihr Lieblingsgeist James gefällt mir sehr, denn er ist frech und witzig, allerdings auch eigenbrödlerisch genug um als egozentrischer Geist durchzugehen.
Gwens beste Freundin Leslie Hay weiß von Anfang an über Gwens familiäre Situation Bescheid und für sie ist es auch keine große Sache, dass ihre beste Freundin mitten auf dem Schulflur eine Diskussion mit einem Geist führt, den sie nicht sehen kann.
Und auch Gideon de Villiers gefällt mir - trotz seiner anfänglichen Arroganz, zeigt er sich als Kämpfer mit einem großen Herz und einem noch größeren Beschützerinstinkt.

Da der Titel "Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten" lautet, dachte ich zunächst nun käme eine Love Story à la Twilight auf mich zu, die vor Kitsch und Schmalz nur so trieft.
Allerdings hat sich diese Vorahnung (glücklicherweise) nicht erfüllt - viel mehr weiß der Leser zwar, dass es zwischen Gwen und Gideon irgendwie funkt, aber es wird zu keinem Punkt zu übertrieben oder schmalzig! Für mich ist das definitiv ein dicker Pluspunkt für dieses Buch.
Die Sprache der Autorin gefällt mir sehr gut, sie beschreibt alles so gut, dass man sämtliche Orte, sei es in der Vergangenheit oder jetzt, direkt vor Augen hat.
Ich brenne schon darauf die nächsten Teile zu lesen, da das Ende ja wirklich sehr offen war und ich mich immernoch frage, was es mit dem Geheimnis auf sich hat und den "Verrätern" Lucy und Paul, die alle hintergangen haben.

Oscars 2012

Meine Highlights

The Tree of Life (3 Oscar Nominierungen)



The Artist (5 Oscars)




The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten (1 Oscar)



Hugo Cabret (5 Oscars)





Die eiserne Lady (2 Oscars)





Extrem Laut und Unglaublich Nah (1 Oscar Nominierung)

Sonntag, 26. Februar 2012

Rezension: Antonia Rothe-Liermann - "Miss Emergency"


Für Lena beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt - raus aus der Pampa, rein in das Großstadtleben.
In Berlin absolviert sie das PJ (praktische Jahr) für ihr Medizinstudium.
Prompt lernt sie auch schon den Oberarzt kennen, der konnte allerdings nur ihr Hinterteil bewundern...
In ihrer Wohngemeinschaft wohnen ausser Lena noch die hübsche, reiche und leicht arrogante Jenny und die stille, fleißige Isa. Die Mädels verstehen sich prompt gut und haben auch ausserhalb des Krankenhauses jede  Menge Spaß zusammen.

Der Roman "Miss Emergency" hat mir leider nicht besonders gut gefallen. Ich hatte mir (vorallem weil es im Lebenslauf erwähnt wird, dass Frau Rothe-Liermann als Co-Autorin bei "Doctor's Diary" am Werk war) an Witz gefehlt.
Nicht, dass das Buch schlecht wäre. Die Story ist zwar nichts neues, aber als bekennender Arztserien Fan lässt sich das verkraften.
Spritzige Charaktere wie Ruben werden nur am Rande anskizziert und kommen viel zu oberflächlich weg. Andere Rollen die sehr ermüdent sind hingegen werden weitaus detailierter charakterisiert.
Positiv ist, dass zwar jedem der dieses Buch in die Finger nimmt klar war, dass der Traummann der Oberarzt ist - dieser allerdings nicht eine zu große Rolle einnimmt, es geht also nicht nur um Liebe sondern zum Glück auch um die Freundschaft der Mädels oder den stressigen Alltag als Arzt.
Alles in allem also nichts neues, aber aufjeden Fall für eine längere Bahnfahrt oder Strandurlaub genau das Richtige. Kurzweilige aber unterhaltende Story!

Samstag, 18. Februar 2012

Rezension: Linwood Barclay - "Weil ich euch liebte"





Glen Garbers Familie wird durch den tödlichen Unfall seiner Frau auseinandergerissen.
Nicht nur das Sheila den Unfall, bei dem noch zwei weitere Menschen verstarben, verursacht haben soll. Laut polizeilichen Untersuchungen soll sie auch stark alkoholisiert gewesen sein.
Schier unvorstellbar für Glen, der seine Frau als verantwortungsbewussten Menschen kennt.
Einige Zeit nach dem Verkehrsunfall möchte seine Tochter bei ihrer besten Freundin Emily übernachten. Doch am späten Abend bekommt Glen einen Anruf von ihr - sie möchte so schnell wie nur möglich abgeholt werden.
Am nächsten Tag wird Ann, die Mutter von Emily und auch eine Freundin von Sheila, tot am Hafen gefunden.
Glen ist endgültig mit den Nerven am Ende als sich eine weitere Freundin von Sheila meldet, die einen braunen Umschlag mit 62 000 Dollar haben will, den angeblich Sheila am Tag ihres Unfalls dabei hatte.
Was ist nur mit Sheila passiert und warum hat sie sich auf Geschäfte eingelassen, bei denen mit horrenden Bargeldsummen gehandelt wird?!
Ob das wirklich alles nur ein Unfall war oder steckt mehr dahinter? Und dann sind da ja noch die zwei Frauen die in New York niedergeschossen wurden, als sie sich gefälschte Taschen im Hinterhof ansahen.. Nicht zu vergessen, dass Ann Feiern veranstaltete bei denen gefälschte Designertaschen verkauft wurden...

Der Thriller von Linwood Barclay hat mir sehr gut gefallen. Ein sehr spannendes Buch was immer wieder unvorsehbare Wendung mit sich bringt und den Leser somit öfter aufs Glatteis führt.
Der Charakter des Ehemanns, welcher verzweifelt versucht seine verstorbene Ehefrau zu verstehen, ist besonders gelungen. Sofort konnte ich mit Glen mitfühlen - Zorn, Unverständnis, all das was man nach dem Verlust eines geliebten Menschens fühlt.
Seine kleine Tochter Kelly ist ein tapferes Mädchen, allerdings verhält sie sich für ihre 8 Jahre sehr erwachsen. Nicht nur das sie ein Handy besitzt, nein, sie kann auch schon richtig gut damit umgehen - sie kann zum Beispiel mit Leichtigkeit Videos aufnehmen. Ausserdem chattet sie bereits oft mit ihrer Freundin Emily. Ich habe mich hier öfter gefragt, ob das im Alter von 8 Jahren heutzutage normal ist, ich zumindest hatte in dem Alter noch kein Handy oder gar einen Computer.
Das Buch thematisiert die trügerische Idylle einer Kleinstadt. Hinter den Vorhängen ist nicht mehr viel von der nach außen hin präsentierten Harmonie - korrupte Polizisten, geldgeile Ehefrauen, wohin man auch schaut - nichts ist wie es scheint.
Auf dem Buchrücken schreibt Stephen King: "Wie konnte ich eigentlich jemals ohne Linwood Barclay auskommen?" - Das frage ich mich jetzt auch. Weil ich euch liebte war das erste Buch was ich von ihm gelesen habe, aber nachdem es mir so viel Spannung und "Aha"-Momente gebracht hat, werde ich aufjeden Fall in der nahen Zukunft weitere Werke von ihm lesen.
Definitiv das beste Buch in diesem Monat - Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen!

Dienstag, 14. Februar 2012

Rezension: Mechthild Gläser - "Stadt aus Trug und Schatten"



Stell dir vor du schläfst ein, doch anstatt zu träumen wachst du wieder auf, du wachst in einer Parallelwelt auf und alles wirkt ziemlich real.

Für die 17 jährige Flora wird dieses Szenario zur Realität. Eines Tages sieht sie überall beängstigende Schatten und fühlt sich beobachtet, zur Krönung des seltsamen Tages bekommt sie einen angeblichen Austauschschüler aus Finnland vorgestellt. Marian - der Junge mit den grünen Augen soll jetzt bei der Familie wohnen.
Komisch nur, dass sonst nie jemand die Wohnung betreten darf, denn Floras Vater besitzt ein Aquaristikfachgeschäft, ist selbst sein bester Kunde und hat Angst um seine wertvollen Fische.
In der Nacht trifft Flora Marian dann wieder. Und zwar in Eisenheim, der Stadt in der die Seelen der Schlafenden wandern und leben.
Flora versteht die Welt nicht mehr, sie soll schon ihr lebenlang hier gewesen sein ohne es zu merken? Und was hat es mit dieser seltsamen Geschichte auf sich, dass sie (oder viel mehr ihre Seele) den Stein des weißen Löwen geklaut und versteckt hat? Flora kann sich an all das nicht erinnern - findet bald aber einen Brief von ihrem Seelen Ich der ihr klar macht, dass sie niemandem trauen darf nicht einmal sich selbst.

Der Roman von Mechthild Gläser hat mir gut gefallen, anders als viele Jugendromane in den letzten Monaten geht es einmal nicht um eine längst ausgelutschte Geschichte. Der Leser wird in eine wundervoll beschriebene Geschichte mitgenommen und durch den großartigen Schreibstil der Autorin kann man sich wirklich alles bildhaft vorstellen.
Flora ist ein vorlautes Mädchen, dass schon sehr früh Verantwortung für sich und ihren Vater übernehmen musste, ihr beste Freundin Wiebke steht ihr mit Rat und Tat zur Seite und die beiden verbindet nicht nur das Ballet. Linus, der Zwillingsbruder von Wiebke, ist hoffnungslos verliebt in Flora und sieht es gar nicht gerne, dass der Austauschschüler Marian sie ihm madig macht.
Im Prinzip nichts neues, aber doch anders. Denn keiner der Charaktere wird als perfekt oder unnahbar beschrieben. Ebenso gerät die Liebesgeschichte von Marian und Flora nie zu sehr in den Fokus, denn im Grunde geht es immer nur um Flora die versucht ihre Seele zu verstehen, rauszufinden wem sie trauen kann und das Versteck des Steines zu finden.
Ich persönlich hätte noch ein bisschen mehr Action vertragen können, aber da es ein Jugendbuch ist, finde ich es völlig ausreichend an Gewalt.
Das Cover des Buches finde ich sehr hübsch: Es ist schlicht aber es würde mir im Buchladen trotzdem auffallen, obwohl die Farbe rosa eher nicht so zu der Thematik des Buches (nämlich der Schattenwelt) passt.

Die Fortsetzung des Romans soll 2013 erscheinen - ich freue mich schon sehr darauf und werde den 2ten Band der Trilogie aufjeden Fall kaufen.

Samstag, 11. Februar 2012

Rezension: Sebastian Glubrecht - "Na servus!"



Obwohl Sebastian sich sau wohl in Berlin fühlt - fehlt ihm der Job. Und wie ist das Schicksal so will, muss er  für seinen Job ins Feindesland Bayern umziehen.
Wahrlich der Albtraum für jeden Berliner. An seinem letzten Tag unterschreibt er optimistisch einen Vertrag, dass sein Freund Jochen ihn nach Ablauf eines Jahres zur Not mit Gewalt (falls die bösen Bayern ihm eine Gehirnwäsche verabreicht haben) wieder zurück nach Hause holen darf.
Schweren Herzens macht er sich auf in Richtung München - natürlich nicht ohne jede Menge Vorurteile gegen den Freistaat mitzunehmen. Am Flughafen wird er von Knoll abgeholt - einem Ur-Bayer!

Dieses Buch macht wahrlich Spaß! Ich selbst habe 2 Monate in München in einer Wohngemeinschaft mit einer 75-Jährigen Dame verbracht. Wie oft durfte ich mir da was von Preißn oder Tradition anhören! Spaß hat's trotzdem gemacht! Nachdem die Sprachbarrikade überwunden wurde und ich mehr als Servus verstand natürlich erst! ;)
Vorurteile hatte ich keine, aber im Laufe der Zeit habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sebastian (allerdings hatte ich nie die Chance einen Ochsen zu reiten oder zu rankeln).
Es wird wirklich alles mit einem Augenzwickern aufs Korn genommen und es bietet neben viel Comedy auch eine waschechte Love Story.
Denn wenn man es nicht erwartet, dann findet man sie - die große Liebe.
In diesem Fall ist es die Stieftochter von Knoll und Roni kann sogar Hochdeutsch sprechen.. Wackelt da etwa das Vorurteilgerüst?
Sebastian lebt sich immer mehr ein in Minga und beginnt die Bayern zu verstehen (Irgendwann denkt und spricht er ausversehen sogar bayrisch!)
Das Buch ist aufjeden Fall ein lustiger Zeitvertreib und recht kurzweilig. Die perfekte Lektüre für zwischendurch oder für eine Zugfahrt. Ich würde es jedem empfehlen der Spaß an der bayrischen Kultur hat und die Eigenarten der Bayern kennt oder kennenlernen will.

Freitag, 10. Februar 2012

damn it.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Rezension: Carsten Stroud - "Niceville"

Niceville - eine kleine idyllische Stadt im Süden Amerikas. So wirkt es zumindest auf den ersten Blick - doch in dieser Stadt wird das Böse beherbergt.
Über 100 Leute wurden in den letzten Jahren als vermisst gemeldet und nie wieder gefunden, weder tot noch lebendig. Es scheint als wären sie vom Erdboden verschwunden.
Eines Tages verschwindet der elf Jahre alte Rainey Teague spurlos.
Selbst Videomaterial, welches sein Verschwinden von einer Sekunde auf die andere dokumentiert, kann nicht weiterhelfen. Allem Anschein nach geht etwas sehr mysteriöses vor sich.
Zehn Tage später wird der Junge geborgen - aus einer alten Gruft die seit hunderten von Jahren nicht mehr geöffnet wurde.
Doch das war erst der Anfang: ein Jahr später wird eine Bank überfalle, entwendet werden über 2 Millionen Dollar.
Dahinter stecken Merle Zane und Chalie Danzinger. Doch die beiden haben auch noch einen geheimnisvollen Helfer.
Der Leser merkt schnell, Niceville hätte eher einen anderen Namen verdient.
Denn nice ist so gut wie gar nichts an diesem Ort.
Zu Beginn des Thrillers wird der Leser in verschiedene Handlungsstränge eingeführt, die zunächst nicht oder nur oberflächlich miteinander zutun haben.
So kennt das der Filmliebhaber ja schon aus "Pulp Fiction" und daher weiß man auch, dass sie doch in irgendeiner Verbindung miteinander stehen.
Im Prinzip kan man Niceville drein Handlungsrahmen zu ordnen: Zum einen sind da die mysteriösen Entführungsfälle - nach Rainey Teague verschwinden noch weitere Einwohner der Stadt auf ebenso unerklärliche Art und Weise - und stellen die Polizei vor eine zunächst unlösbare Aufgabe.
Zum anderen wird der Banküberfall thematisiert - insbesondere auch die korrupte Polizei in Niceville. Dieser Handlungsstrang hat mich sehr an "Cop Land" aus dem Jahr 1997 erinnert.
Der letzte Handlungsstrang ist das Treiben des Tony Bock. Dieser wurde vor Gericht gedemütigt und will sich nun rächen. Wie und an wem ist ihm egal, also versucht er nun einfach jeden an den Pranger zu stellen, der etwas zu verbergen hat.
Ob das mal gut geht in einer Stadt voll mit korrupten Menschen?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Als ich mir zunächst das Cover ansah las ich auf der Buchrückseite: "Niceville ist mehr als ein Thriller. Viel mehr." und diese Aussage kann ich so unterschreiben.
Am Anfang hatte ich gewisse Probleme mich in diese Story einzufinden aber nach den ersten 100 Seiten gewann die Story mich immer mehr für sich.
Ich finde es gut, dass nicht sofort das ganze Pulver verschossen wird, wie man es so oft von Thriller kennt, nein, kontinuierlich über das ganze Buch wurde die Spannung gehalten und zugespitzt.
Horrorfans kommen bei diesem Buch allerdings auch auf ihre Kosten - oft genug wird der mysteriöse Crater Sink erwähnt, er zieht das Böse magisch an und versprüht eine unheimliche und beängstigende Aura.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen die für die kommenden Jahre angekündigt wurden.

Dienstag, 7. Februar 2012

Friendship

Man muss sich auch mal was gönnen!

Ich werde dieses Rezept definitiv in den kommenden Tagen mal ausprobieren, denn man muss sich ja auch mal was gönnen wenn man den ganzen Tag so hart schuftet wie ich ;-)

Rezension: Jonas Jonasson - "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"

Allan Karlsson wird 100 und das soll groß gefeiert werden. Aber nicht wenn es nach dem alten Herrn geht, der andere Geburtstagspläne hat.
Also klettert er aus dem Fenster, tappst im Blumenbeet rum und entschließt sich dann zu fliehen.
In dem ortseigenen Reisebüro angekommen, kann Allans Roadtrip beginnen. Und was für eine göttliche Fügung das der dümmlich wirkende Jüngling auf dessen Jacke "Never again" steht ihm seinen Koffer anvertraut.
Als Allans Bus kommt, entschließt er sich den Koffer zu klauen und so nimmt das Unglück für den jungen Mann seinen Lauf und der Roadtrip für den 100 Jährigen geht los.

Das Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" zählt nicht umsonst zu den meistgelesenen Büchern des letzten Jahres:
Die Rückblenden in das nun wirklich spannende Leben des Allan Karlsson präsentieren einen naiven, wie auch skrupellosen aber vorallem immer optimistischen und humorvollen Jungen und später dann Mann.
Da sein Vater schon früh starb als er für sein eigenes eingezäuntes Stück Land in Russland kämpfte und die Mutter irgendwann auch dahin schied war Allan schnell auf sich alleine gestellt.
Er wurde Dynamitexperte. Das brachte ihm dann auch schnell viele Freunde, gerade die Sowjetunion und Amerika waren sehr interessiert an dem jungen Mann der drei Jahre auf der Schule verbracht hat.
Warum? Nunja, Allan konnte erklären was viele hochkarätige Physiker zu der Zeit nicht konnten.
Aber das war bei weitem nicht alles, denn gelebt hat Allan so richtig. Der Leser wird auf den 416 Seiten immer wieder in spannende, skurrile und lustige Episoden aus dem Leben des Rentners entführt.
Ausser spannenden Geschichten rund um Politik und Religion (von den Themen will Allan aber eigentlich gar nichts hören!) wird auch jede Menge Schnaps getrunken.
Denn vertrauen kann man nur denen die auch ordentlich einen mit dir trinken!
Auf seiner Flucht aus dem Seniorenheim im Hier und jetzt trifft Allan auf verschiedene Menschen die schnell seine Freunde werden aber auch auf die Gangstergruppe "Never again" denn in dem Koffer waren nicht wie gehofft Klamotten sondern viel mehr ein riesiger Batzen an Schwedischen Kronen. Den wollen sie natürlich wieder haben und so beginnt mal wieder ein Wettlauf gegen die Zeit.

Dieses Buch ist wirklich grandios. Oft musste ich laut lachen, oft auch einfach nur mit dem Kopf schütteln. In den 100 Jahren die der Protagonist gelebt hat ist nämlich so einiges passiert - nicht nur  politisch gesehn und in den Rückblenden wird dies auch gesellschaftskritisch reflektiert und erzählt.
So hatte Allan das Vergnügen ob er nun wollte oder nicht, sämtliche wichtigen Politiker der Zeit zu treffen, die ihn doch nur alle mit ihrem Geschwätz gelangweilt haben.

In diesem Sinne: Jesli tschelowek kurit, on plocho igrajet v futbol.

Freitag, 3. Februar 2012

"Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" - Jonas Jonasson

Seiten: 416  Genre: Krimikomödie / Roadtrip
 
"Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht. Jonas Jonasson erzählt in seinem Bestseller von einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war."

Nach dem ich diesen Roman von meinem Vater wärmstens empfohlen bekommen habe, werde ich nun auch mal den Anführer der Spiegel-Bestsellerliste lesen.
Bisher (habe ungefähr 30 Seiten gelesen) gefällt es mir schon sehr gut, ich bin gespannt wie es weitergeht!

Leserunde - Niceville

Heute kam endlich mein Leseexemplar von Niceville (Carsten Stroud) - Das Hibbeln hat also ein Ende.
Jetzt startet also zum ersten Mal meine Teilnahme an einer Leserunde.
Ende Februar werde ich dann eine ausführliche Rezension zu dem Thriller hier posten!
Ich bin selbst schon sehr gespannt! Der Prolog hat mich schon gefesselt und ich will unbedingt weiter lesen! Hoffentlich wird es noch richtig schön spannend.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Rezension: Sophie Kinsella - Mini Shopaholic

Auch im sechsten Roman um und mit Rebecca Brandon (geborene Bloomwood) steht Chaos auf dem Programm. Zunächst sieht alles nach Familienidylle aus, Becky hat Luke geheiratet und im letzten Band kam dann als I-Tüpfelchen Tochter Minnie zur Welt.
Soweit so gut, doch scheinbar hat Becky einen "Mini-Shopaholic" zu Welt gebracht, denn kaum hat man die ersten Seiten gelesen schreit das Kind "Meeeeeeeeein" und kennt sich mit Begriffen wie "VISA", "Kleid" oder "Puppe" bestens aus. Ein verwöhntes Kind? Was für eine Überraschung nach dem Becky doch jeden Kinderladen leer gekauft hat um immer die hippsten Klamotten für ihren kleinen Liebling zu bekommen.
Das verwöhnte Kind soll aber nicht ihr einziges Problem sein, irgendetwas verheimlicht Luke vor ihr, doch was könnte das sein? Das Luke ihr treu ist, weiß sie schließlich seit dem sie Venetia "besiegt" hat. Was also ist sein Geheimnis?
Früher als ihr lieb ist erfährt sie es, Die Bank of London ist pleite. Für Becky ein Grund zum sparen? Naja, der Leser wird es erfahren...
Ich hatte zunächste leichte Startprobleme mit dem neuen Buch um meinen persönlichen Star Becky. In den vorhergehenden Bänden hat sie mich doch immer zum lachen gebracht, aber in diesem Buch nervte mich stellenweise alles. Die überempfindliche Mutter (die ganz klar einfach nur einen Stereotyp von Mutter darstellt und deswegen auch so unglaublich nervt!), der gestresste Ehemann, einen Shopaholic der mittlerweile, dank der Hochzeit, über unmengen Geld verfügt und es einfach zum Fenster rauswirft und ein verwöhntes Kind. Allerdings finde ich Nachbarin Janice in diesem Band einfach großartig - denn Jess und Tom sind zwar ein Liebespaar aber das reicht noch lange nicht : Eine Hochzeit und ein Baby muss her und zwar so schnell wie möglich. Koste es was es wolle!
Sophie Kinsella ist es dann also doch irgendwann gelungen mich milde zu stimmen, als "Nerv Becky" zur "Charming Becky" wurde.
Becky entwickelt eine bahnbrechende Idee, die ihren Job in der Wirtschaftskrise retten soll, doch wird das gut gehen? Sie will auch ihrem Ehemann endlich etwas gutes tun, wie wäre es mit einer Party?
Als treuer Leser dieser Reihe weiß man also ab Beginn dieser Themen, NEIN! Natürlich wird sich Becky erstmal ins Chaos stürzen um dann doch wieder mit Hilfe ihrer teilweise göttlichen Ideen ein großartiges Ergebniss zu präsentieren.
Mit Abstrichen was das Verhalten von Minnie angeht, hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es ist meines Erachtens nicht das beste Buch dieser Reihe aber es ist wie immer ein angenehmer Zeitvertreib während einer langen Zugfahrt, eines Strandurlaubs oder sonstigem.

Mein Blog 2.0

Inspiriert hierzu wurde ich von der Seite www.lovelybooks.de
auf dieser Seite habe ich endlich die Chance mich mit gleichgesinnten zu unterhalten. Jetzt will ich noch einen Schritt weitergehen und Rezensionen und andere Beiträge zum Thema Literatur und Film hier veröffentlichen!
Es gibt für mich nichts entspannenderes als mit einem guten Buch den Abend zu verbringen.
Selbiges gilt auch für Filme, ich liebe es eine gute DVD zu gucken, gut, das mag wohl jeder, aber ich arbeite mich im Moment nicht nur durch neue Blockbuster sondern versuche auch weniger bekannte alte Filme oder auch Klassiker zu schauen!
Darüber werde ich hier berichten und meine Erfahrungen mit euch teilen! :-)

Ich bitte zunächst um Umsicht, ich habe noch nicht wirkliche Erfahrungen in Sachen Rezensionen, hoffe aber den richtigen Ton zu treffen!
Für konstruktive Kritik bin ich aber jederzeit offen! :-)
 
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