Montag, 11. Juni 2012

Rezension: Yves Grevet - "Méto - das Haus"


Titel: MÉTO - das Haus
Originaltitel: MÉTO. La Maison
Autorin: Yves Grevet
Verlag: dtv - Reihe Hanser
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Jugendbuch
Seiten: 218
Preis: 14,95€

"Ich muss mich einreihen, so tun, als ob nichts wäre, und mein Bestes geben."

Méto lebt zusammen mit 63 anderen Jungen im Haus und sie wissen rein gar nichts über ihre Vergangenheit. Bewacht werden sie von den sogenannten Cäsaren, die überall ihre Ohren haben und die Kinder gerne brutal bestrafen. Alles funktioniert fast schon roboterartig, bis Méto eines Tages anfängt alles zu hinterfragen und sich dazu entscheidet, dass sich etwas ändern muss. 

Ein interessantes Buch, was zwar auf den Zug des Hypes um Dystopien aufgesprungen ist, aber dennoch eine ganz besondere Geschichte verspricht. Düster, Bedrückend und brutal sind wohl die Adjektive, die das Buch am besten beschreiben.
Den Jungen wird im Haus beigebracht, das Gewalt auch Spaß macht. So prügeln sich die Kinder wenn ihnen nichts spannenderes einfällt oder nehmen selbst die grausamsten Bestrafungen hin.
Über allem steht natürlich ein Anführer, der das Haus gegründet hat und lauter Wächter beschäftigt, die die Kinder quälen und abrichten.
Obwohl der Autor die grausamen Geschehen nicht allzu blutig beschreibt, bleibt man doch mit einem schlechten Bauchgefühl zurück. Man muss sich nur mal vorstellen, was wäre wenn diese Lehrmaßnahmen zum Standart würden. So ist eine beliebte Bestrafung der Ohrfeigenkreis und das ist meiner Meinung auch die harmloseste.
Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, man kann alles gut verstehen und es ist auch keine zu hochgestochene Sprache, da das Buch ja das Leben von Kindern im Alter von 10 bis etwa 14 Jahren beschreibt. 
Was die Hauptperson Méto anbelangt, bin ich etwas zwiegespalten. Er wird als Rebell beschrieben und wird am öftesten von allen Kindern bestraft. Seine Straftaten wurden mir allerdings nie wirklich bewusst und auf mich wirkte der Ich-Erzähler immer sehr ruhig und durchdacht. Zu Beginn des Buches hatte ich auch nicht unbedingt das Gefühl, das er in den nächsten Seiten eine Rebellion vom Zaun bricht, vielmehr hatte ich die Sorge, dass er sich doch schon zu sehr angepasst hat und nicht mehr aus seiner "Roboterrolle" rauskommt.
Weitere Kritikpunkte an dem Buch sind, dass ich am Anfang Schwierigkeiten hatte in die Thematik hineinzukommen, da ich erhofft hatte, dass es von Beginn an temporeicher zu geht.
Als es dann endlich losging, war das Buch auch fast schon vorbei (Nicht immer liegt in der Kürze auch die Würze!). 
Ich bin schon gespannt auf Teil zwei und drei rund um Méto und das Haus, und hoffe, dass die Nachfolger nicht so schleppend beginnen wie der erste Teil.



4 Kommentare:

Sarah-Maria hat gesagt…

Klingt dennoch spannend. Danke für's Vorstellen und liebe Grüße, Sarah Maria

kathrin hat gesagt…

Ja, es ist auch auf gar keinen Fall schlecht, aber ich konnte mich auch nicht komplett mit der Geschichte anfreunden.. Dennoch werde ich natürlich die weiteren Teile lesen, muss ja schließlich wissen wie es weiter geht! :)
Viele Grüße aus dem regnerischen Siegen :(

lost pages hat gesagt…

Das werde ich auch bald lesen :)
Sehr schöner Blog, habe mich gleich mal als Leser eingetragen :)

kathrin hat gesagt…

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und bin schon gespannt auf deine Eindrücke! :)

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