Sonntag, 3. Juni 2012

Rezension: Monika Peetz - "Die Dienstagsfrauen"



Titel: Die Dienstagsfrauen
Autorin: Monika Peetz
Verlag: KiWi Paperback
Erscheinungsjahr: 2010
Genre: Roman
Seiten: 319
Preis: 8,95€


"Lügen sind wie Bumerangs: Sie kommen zurück und treffen den, der sie in die Welt gesetzt hat..."

Die fünf Freundinnen Judith, Caroline, Kiki, Estelle und Eva treffen sich seit 15 Jahren jeden ersten Dienstag im Monat bei ihrem Lieblingsfranzosen in Köln und einmal im Jahr planen sie einen gemeinsamen Urlaub.
Doch dieses Jahr überschattet der Tod von Arne, Judiths Ehemann, alles. Die fünf Frauen beschließen auf Arnes Wegen den Jakobsweg entlang zu pilgern, dass dabei die ein oder andere unschöne Wahrheit ans Licht kommt, damit konnte wohl niemand rechnen.

Ein schöner Roman über Freundschaft! Auf der gemeinsamen Pilgerreise lernt jede der Frauen mehr über sich und ihre Wünsche. Sie merken, dass sie sich in ihrem Leben teilweise schon selbst vergessen haben oder, dass sie ihren Gefühlen vertrauen sollten, auch wenn es erstmal einiges verkomplizieren könnte.
Besonders schön war, dass die Dienstagsfrauen alle mehr oder weniger normale Frauen waren, mit Problemen wie sie wohl jede Frau kennt. So kämpft Judith mit dem Tod ihres Mannes, Eva hinterfragt ihre Rolle als Hausmütterchen, Kiki hat Angst, dass ihre Karriere vor ihr davon läuft und Caroline zweifelt an ihrer Ehe. Bleibt noch Estelle, die eigentlich keine ernstzunehmenden Probleme hat sondern einfach den Luxus vermisst, den sie sonst so gewöhnt ist.
Mit viel Humor meistern sie die ersten Etappen noch als Gruppe, doch es kriselt schon zu Beginn. Die rationale Caroline hinterfragt die Tagebuchaufzeichnungen von Arne, die die Frauen ins Nirgendwo geleitet haben und hat natürlich auch einen Ersatzplan dabei - das schmeckt Judith nun so gar nicht, denn es war schließlich ihre Reise und die Frauen begleiten sie lediglich dabei. Schon hier merkt der Leser, auf dieser Reise wird wohl nicht eitel Sonnenschein herrschen.
Und natürlich kracht es dann auch irgendwann, aber die starke Freundschaft der Frauen scheint alles zu überstehen.

Ich hatte zunächst erwartet, dass es ein lustiger, oberflächlicher Roman über die Freundschaft von Frauen jenseits der 35 ist. Zum Glück lag ich daneben, denn neben wirklich witzigen Momenten bietet das Buch auch viel Tiefgang. Ich habe selten ein so intelligent geschriebenes "Frauenbuch" gelesen, welches mir als Jakobsweg-Neuling, eben diesen ein Stückchen näher gebracht hat und auch die Beweggründe vieler Leute dort zu pilgern.
Das Buch habe ich innerhalb eines Tages durchgelesen, es ist toll geschrieben und bietet dem Leser jede Menge Unterhaltung! Ich freue mich schon auf "Sieben Tage ohne" und hoffentlich genauso tolle Unterhaltung wie in "Die Dienstagsfrauen".

3 Kommentare:

Petzi hat gesagt…

Hey, hab das Buch auch gelesen und fand es, wie du auch, super. :) Auch der Film, der irgendwann mal im Fernsehen lief, war ganz nett.
"Sieben Tage ohne" habe ich nun seit gestern auch und bin schon ganz gespannt drauf. :)
Grüße, Petra

Sarah_lebenfürslesen hat gesagt…

Schöne Rezi.
kannte das noch gar nicht :9

und schönen Blog hast du.
bin gleich mal leserin geworden.

alles liebe
sarah ♥

kathrin hat gesagt…

Vielen lieben Dank! :) und es freut mich, dass du mir folgst! ♥

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