Dienstag, 29. Mai 2012

Rezension: Veronica Roth - "Die Bestimmung"



Titel: Die Bestimmung
Originaltitel: Divergent
Autorin: Veronica Roth
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Dystopie
Seiten: 480
Preis: 17,99€

"In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel. Er befindet sich hinter einer Schiebetür im Flur des oberen Stockwerkes.
Meine Fraktion gestattet es mir, jeweils am zweiten Tag eines jeden dritten Monats davorzustehen, immer dann, wenn meine Mutter mir die Haare schneidet."

In "Die Bestimmung" dreht sich alles um die 16-jährige Beatrice, die sich an ihrem 16 Geburtstag für eine der Fraktionen entscheiden musste und vorher erfuhr, dass sie zu den Unbestimmten zählt  und somit in großer Gefahr steckt. In welcher Gefahr, dass erfährt sie erst viel später.


Ich bin mit großer Skepsis an das Buch rangegangen, weil ich viele negative Stimmungen zum Buch gehört und gelesen hatte. Ich muss allerdings sagen, mir hat es dennoch ganz gut gefallen.
Prinzipiell hätte das Buch das Potenzial zu einer Hammerstory. Meiner Meinung nach gelingt es der Autorin aber nicht wirklich unverwechselbare Protagonistin zu schaffen, ich finde sie wirken alle relativ farblos (selbst die Hauptdarstellerin).
Erschreckend finde ich die Gewaltdarstellung, da es sich ja um ein Jugendbuch handelt, aber ich glaube ich muss schlicht und einfach akzeptieren, dass die Jugendlichen heute eine andere Hemmschwelle haben als ich es hatte.
In der Stadt gibt es 5 Fraktionen: Altruan - die Selbstlosen, Candor - die Freimütigen, Ken - die Gelehrten, Amite - die Friedfertigen und Ferox - die Furchtlosen. Diese werden gut vorgestellt, so dass ich keinerlei Probleme hatte diese auseinander zu halten.
Beatrice kann nach ihrem Eignungstest wählen ob sie bei ihrer Familie den Altruan bleiben will oder in eine andere Fraktion wechseln will, die eher ihrer Auffassung entspricht. Schweren Herzens entschließt sie sich dafür die Fraktion zu wechseln und ihre Eltern zurück zu lassen. Von nun an, will sie eine furchtlose Ferox sein und trainiert in ihrer Probezeit hart und kämpft das ein oder andere mal gegen ihre Ängste.
Bei den Ferox lernt sie natürlich einen tollen Typen kennen - Four. Die beiden nähern sich langsam an, natürlich! Was wäre eine moderne Dystopie ohne die Lovestory. Ich fand diese hier jedoch nur teilweise gelungen. Stellenweise wirkte es sehr konstruiert und fast stockend - gerade wenn es um das Thema Sex oder andere Intimitäten ging. Und zum Ende war es mir dann ein wenig zu kitschig, aber noch in erträglichem Maße.
Die Abenteuer die Beatrice erlebt und die Zusammenkunft mit den anderen Fraktionswechslern hat mir hingegen sehr gut gefallen. Man lernt als Leser so auch etwas über die anderen Fraktionen und ihre Eigenschaften.

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Buch mit einigen Abstrichen gut gefallen hat. Ich habe mir bereits das zweite Buch auf Englisch bestellt, da ich nun doch wissen will wie es weiter geht. Die Autorin hat es nämlich geschafft, auf den letzten 50 Seiten noch mal alles umzuwerfen und ich fand es dann schon sehr spannend. Allerdings muss ich sagen, dass es mir stellenweise zu Gewaltverherrlichend war und konstruiert wirkte.
Für Teil zwei ist also noch jede Menge Luft nach oben - das Grundgerüst der Story hat mich aber überzeugt.

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