Sonntag, 15. April 2012

Rezension: Stephan M. Rother - "Ich bin der Herr deiner Angst"


Titel: Ich bin der Herr deiner Angst
Autorin: Stephan M. Rother
Verlag: rororo
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Thriller
Seiten: 572
Preis: 9,99€

Erster Satz:
"Die Augen sind unsichtbar, Schatten inmitten von Schatten."

Hauptkommissar Albrecht und sein Team der PK Königsstraße müssen im grauenvollen Mordfall ihres Kollegen ermitteln und schnell wird allen Beteiligten klar, es wird nicht der letzte Mord in dieser Ermittlungen.
Die Mordfälle werden pro neuer Tat immer grausamer und widerwärtiger. Und alle wissen, dass ihnen die Zeit davon läuft, ohne das sie auch nur die geringste Spur haben. Doch plötzlich tritt ein Fall in den Fokus, den niemand mehr richtig auf dem Schirm hatte - Der Traumfänger-Fall, der seit fast 30 Jahren in den Akten vergraben und verdrängt wurde und doch so wichtig sein könnte...

Spannung pur! Das könnte ich eigentlich so stehen lassen, denn der Thriller hat  mich wirklich direkt gefangen genommen. In zwei Tagen hab ich das Buch gelesen und bin wirklich in einen sehr spannenden und verworrenen Fall eingetaucht.
Rother gelingt es durch seine gewählte Sprache den Leser nicht nur zu fesseln und auf die Folter zu spannen. Der trockene Humor, der in genau der richtigen Dosis verwendet wird, unterhält mich als Leser auch optimal. Denn zwischen den wirklich grausigen Tatortfunden, war mir der ein oder andere Moment in dem ich auch mal schmunzeln konnte, wirklich vergönnt.
Der Thriller besticht meines Erachtens weniger durch die Morde / Hinrichtungen (das hätten für mich auch durchaus weniger sein können) sondern viel mehr durch die intelligente Erzählweise.
Aus der "Ich-Perspektive" berichten sowohl der Hauptkommissar Albrecht, als auch seine Kollegin Friedrichs. Durch diese Wechsel, und die "Cliffhanger" nach der jeweiligen Erzählphase, wurde noch mehr Spannung aufgebaut als eh schon gegeben.
Der Hauptkommissar und die Kommissarin empfand ich als interessante Charakter, so hatten beide ihre eigenen Leiche im Keller und wurden mit ihren Ängsten konfrontiert. Die Journalistin, die von Albrecht nur die "Zecke" genannt wird, wurde großartig charakterisiert, von ihrem ersten Auftritt an, war sie mir abgrundtief unsympathisch. Die Sensationsgeilheit der Medien wird dem Leser hier noch einmal vor Augen geführt und zeigte wie Reporter für eine Topstory, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen gehen.

Ich hatte während des Lesens irgendwann das Gefühl, dass der Thriller sehr temporeich startete und im Laufe der Zeit immer flacher wurde. Mir war leider schon recht früh klar, wer hinter der ganzen Aktion stand, allerdings fehlte mir das "Warum?" - was dann im spannenden Showdown doch sehr deutlich wurde, zum Glück, denn so wurde ich abschließend überrascht und war bzw. bin zufrieden.

Ein empfehlenswerter Pageturner für hartgesottene Thrillerfans!

3 Kommentare:

Petzi hat gesagt…

Also genau das richtige für mich. :) Ich will es unbedingt lesen und deine Rezi hat mir nur noch neugieriger gemacht. ;)

Mini hat gesagt…

Hartgesottene Thrillerfans, das passt! Steht ganz weit oben auf meiner WL, deine rezension hat mich da noch einmal bestärkt :-)

Liebe Grüße
Marleen

Petzi hat gesagt…

So, jetzt ist es soweit, jetzt bist du sogar getaggt. Hier von mir http://dieliebezudenbuechern.blogspot.de/2012/04/mal-so-nebenbei-ich-wurde-getaggt.html
Aber natürlich nur, wenn du willst. :)

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