Dienstag, 24. April 2012

Rezension: Laura Lay - "Das Geheimnis der Flamingofrau"


Titel: Das Geheimnis der Flamingofrau
Autorin: Laura Lay
E-book
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Erotische Erzählung
Seiten: 50
Preis: 2,79 

"Wann immer seit diesem Tag das Gespräch am Mittagstisch auf sie kam, hatte ich ein leeres Gefäß vor Augen. Ein Gefäß, das nach und nach mit den Vorstellungen und der Neugier anderer gefüllt worden war."


"Das Geheimnis der Flamingofrau" erzählt von einer geheimnisvollen, kalten Frau die neu in der Stadt ist. Alle Welt redet über sie und es gibt nur einen den das scheinbar kalt lässt - den Vertretungslehrer und Journalist, Christian Konrad. In einem weiteren Handlungsstrang erfährt der Leser, dass dies eigentlich nur eine Geschichte in der Geschichte ist, denn der erfolglose Journalist Leon bekommt von einer unbekannten Dame ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann: Er schreibt ihr eine erotische Geschichte nach ihren Vorstellungen. Bald nimmt das ganze jedoch in beiden Geschichten eine spannende Wendung.

Bis heute war ich noch jungfräulich in Sachen erotische Literatur, aber die Erzählung von Laura Lay hat mir sehr gut gefallen. Ich habe immer lieber die Finger von solchen Geschichten gelassen, weil ich dachte es könnte zu billig oder gar zu geschmacklos werden.
Das trifft zum Glück hier nicht zu, denn die Autorin benutzt eine wirkliche zauberhafte Sprache. Alles wird richtig detailliert beschrieben, solange es um Orte und Personen geht. Natürlich wird es auch sexuell, aber da lässt die Autorin dem Leser sein Kopfkino und reduziert die Beschreibungen auf das Nötigste, und lässt so auch die sexuellen Szenen sehr ästhetisch wirken.

Die Geschichte in der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, denn als ich zunächst anfing zu lesen, dachte ich wirklich, es wäre der einzige Handlungsstrang. Als ich dann das zweite Kapitel begann wurde ich aber überrascht und durfte die andere Handlung um den Journalisten Leon kennenlernen.
Bei beiden Handlungen kann man sich natürlich von Anbeginn denken, dass es hier nicht nur um platonische Freundschaften geht, sondern das es früher oder später noch heftig knistern wird.
Hauptthemen der Erzählung sind Dominanz, Vertrauen und Hingabe, die wie ich finde nicht zu heftig dargestellt wurden - sondern das gewisse Maß an Erotik völlig ausreichend war.

Leider war der Lesespaß dann viel zu schnell schon wieder vorbei und ich sitze hier und will unbedingt erfahren, wie es weitergeht. Eine empfehlenswerte Erzählung, ich denke gerade für "Einsteiger" in die erotische Literatur. Die Autorin hält sich fern von schmuddeligen Klischees und überrascht den Leser mit toller Wortwahl und schönen Beschreibungen.


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