Sonntag, 29. April 2012

Rezension: Heather Graham - "Rabentot"


Titel: Rabentot
Originaltitel: The Death Dealer
Autorin: Heather Graham
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Krimi
Seiten: 316
Preis: 8,99 €
Leseprobe: Rabentot

"New York.
Eine Masse von Menschen.
Die sich bewegten wie die Ameisen. So viele. So beschäftigt. 
Alle so in Eile."


Schauplatz der Morde: New York.
Ein Serienkiller der seine Opfer tötet wie es Edgar Allan Poe in seinen Werken stets tat und der es scheinbar auf die Edgar-Allan-Poe-Gesellschaft abgesehen hat. Genevieve ist besorgt, denn ihre Mutter gehört dieser an. Natürlich läuten bei ihr die Alarmglocken und sie engagiert den Privatdetektiv Joe Connolly, der eine höchst anziehende Wirkung auf sie ausübt. Aber nicht nur die Lebenden helfen den beiden diesen Fall aufzuklären, auch die Geister einer längst vergangenen Zeit schreiten zur Hilfe.

Dieser Roman war mal wieder etwas ganz anderes. Nach der Manier wie man sie aus den alten Kriminalromanen von Poe kennt werden hier die Opfer umgebracht. Und ebenso altmodisch ermittelt auch ein Privatdetektiv á la Sherlock Holmes und nicht etwa Ermittler der Polizei. Intelligent meistert die Autorin den schmalen Grad zwischen Thriller und Krimi. Durch die Einwirkung von mysteriösen Vorkommnissen und die starke seelische Belastung der Hauptcharaktere könnte "Rabentot" als Thriller durchgehen, von der Erzählweise und dem Spannungsbogen erinnert es aber tatsächlich mehr an einen Kriminalroman.
Genevieve hat anfangs damit zu kämpfen, dass jeder in ihrer näheren Umgebung sie mit Samthandschuhen anfasst, da sie in jüngster Vergangenheit Opfer eines Killers wurde, bei der Rettungsaktion kam eine Freundin von ihr ums  Leben, die Joe nicht so schnell vergessen kann und die immer noch in seinem Kopf herumgeistert.
Ich habe den Vorgänger zu diesem Buch nicht gelesen und fand es am Anfang ein bisschen schwerfällig in die Geschichte hineinzukommen, da doch recht oft Bezug auf die Vergangenheit genommen wurde. Als ich dann einmal das Gerüst verstanden hatte, nahm die Story dann auch Fahrt auf und hat mich gut unterhalten.
Die Beziehung zwischen den zwei Protagonisten fand ich auch dadurch, dass der Krimi von einem aussenstehenden, allwissenden Erzähler beschrieben wird, extrem interessant und nicht ganz so einfach konstruiert wie ich es aus anderen Büchern kenne, denn so konnte man in die Gefühlswelt der verschiedenen Personen hineinschauen und ihre Ängste und Probleme, sowie Träume und Hoffnungen erfahren. Am Anfang wirkte die Beziehung der beiden zunächst etwas kühl und distanziert, jedoch wurde dann durch einen Einblick in Joe's Gefühlswelt klar, warum er abblockt.
Besonders gut fand ich, dass hier oft Bezug auf Edgar Allan Poe und seine Werke genommen wurde. Selbst seine Person fand kurzzeitig Aufmerksamkeit, was mich sehr interessiert hat und dazu bewegte mir einige seiner Kriminalromane zu besorgen.
"Rabentot" wird sicher nicht das letzte Buch sein, was ich von Heather Graham lesen werde. Die mir bis zum jetzigen Zeitpunkt unbekannte Autorin hat so einige Bücher herausgebracht die sich wirklich interessant anhören.



2 Kommentare:

Petzi hat gesagt…

Ersten, sehr tolle Rezi. Kannte das Buch bisher noch nicht, aber das hört sich sehr interessant an. Was aber viel wichtiger ist: total tolles Punktesystem hast du dir da ausgedacht. :) Das gefällt mir sehr gut. :)

kathrin hat gesagt…

Daaanke! :-) Nachdem ich mich mal in meiner Wohnung umgeschaut habe kam nur das in Frage (und nein, nicht weil es so ein Saustall ist, sondern weil es von Schweinchen nur so wimmelt! :-D)

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