Freitag, 20. April 2012

Rezension: Caitlin Moran - "how to be a woman"


Titel: how to be a woman - Wie ich lernte, eine Frau zu sein
Originaltitel: how to be a woman
Autorin: Caitlin Moran
Verlag: ullstein
Erscheinungsjahr: 2012
Genre:Biografie / Tirade
Seiten: 383
Preis 16,99 €

"Also, ich finde dieses ganze "Wir-sind-doch-alle-Schwestern"-Gesülze offen gestanden völlig wirklichkeitsfremd. Ich räume doch niemandem automatisch zwanzig Prozent "Geschlechtsgenossinnen-Sympathiebonus" ein, nur weil dieser jemand ebenfalls einen BH trägt. Arschloch bleibt Arschloch, ganz egal, ob wir beide bei Festivals in der längeren Kloschlange anstehen müssen oder nicht."


Wie verdammt schwer es für uns Frauen ist eine akzeptierte Frau zu sein, das versucht uns Caitlin Moran zu erklären. Sie erzählt den harten und steinigen Weg der ihr im Alter von 13 Jahren bevorstand von einem übergewichtigen Kind, welches immer für einen Jungen gehalten wurde, hin zu einer Frau.

Als ich zunächst einige Rezensionen durchstöberte und in Deutschland eher auf durchwachsene Kritik stoß, bereitete ich mich mental schon auf einen weiteren "Hauptsache ich breche die Tabus"-Roman á la Charlotte Roche vor. Und ich muss sagen, die Sprache ist wirklich stellenweise derbe, aber glücklicherweise nicht so, dass ich das Buch hätte weglegen müssen weil es mich ekelte.
Und mal ganz ehrlich, ein Buch über Feminismus muss doch irgendwie aufrütteln und da wir Frauen mittlerweile die Fakten schon kennen und in den letzten Jahren mit der Gender Thematik oft in Berührung kamen, erzählt sie es eben so als würden wir grade in einer Kneipe sitzen und uns nach dem dritten Glas Bier unterhalten.
Zunächst fand ich das Buch dann auch wirklich erfrischend und lustig, denn Moran erzählt dem Leser die schonungslose Wahrheit über ihre Kindheit, ihre Jugend und wie es ihr als junge Frau ergangen ist.
Figurprobleme, Selbstfindungsprobleme, die erste Periode, die erste Liebe die dann doch nicht das Wahre war, und so weiter. Also alles Themen mit denen ich mich wirklich gut identifizieren kann.
Zum Ende hin musste ich mich dann aber doch noch durch die letzten Seiten quälen, denn zum Beispiel das Thema Abtreibung wurde mir zu krass dargestellt - aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich mich als kinderlose, junge Frau nicht wirklich in die Rolle einer Frau mit zwei Kindern reinversetzen kann.
Lässt sich also sagen, dass ich das Buch lustig und erfrischend fand, es wird jeder Frau klar gemacht, dass frau stolz darauf sein sollte eine Frau zu sein und sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: "ICH BIN PERFEKT WIE ICH BIN!" und "WENN ICH KEINE LUST HAB MIR DIE BEINE ZU RASIEREN LASS ICH ES EBEN!"

Ach und abschließend: "ICH BIN EINE FEMINISTIN!"(natürlich!)

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