Mittwoch, 29. Februar 2012

Rezension: Sebastian Glubrecht - "Ja mei"


Autor: Sebastian Glubrecht
Titel: Ja mei - Wie ich lernte, die Ehe zu schließen
Verlag: rororo
Erscheinungsjahr: 2010
Seiten: 238
Genre: Roman
ISBN: 978-3-499-25264-8


Erster Satz: "In letzter Sekunde schaffe ich den Absprung."

In der Fortsetzung von "Na servus!" hat es Sebastian geschafft, Roni und er sind ein glückliches Liebespaar und wollen heiraten. Kaum sind sie in ihr erstes gemeinsames Liebesnest gezogen taucht Ronis Ex und große Liebe auf und scheint Sebastian einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Ausserdem will Jochen, Sebastians bester Freund, endlich erwachsen werden und zieht mit Sack und Pack bei den beiden ein - natürlich nur für ein paar Tage. Als dann Roni auch noch seine Eltern kennenlernen will und sie, wie es der Zufall so viel, zur alljährlichen Grünkohlwanderung nach Tiefenwalde eingeladen werden,ahnt Sebastian schon, dass das nur in einer Katastrophe enden kann.

Der Roman von Glubrecht hat mir sehr gut gefallen, nach ersten Zweifeln, dass das Buch an Spritzigkeit oder Unterhaltungswert verloren haben könnte, wurde ich eines besseren belehrt.
Sebastian kommt in den Genuss verschiedener bayrischer Hochzeitsrituale und es werden wieder viele Klischees erfüllt, die man als "Preiß" so hegt und pflegt.
Knoll haut wieder einen Spruch nach dem anderen raus und auch die Eltern von Sebastian gefallen mir sehr, zwei Sozialpädagogen, die ihr eigenes Leben nach dem "Verlust" des eigenen Sohnes nicht mehr so richtig auf die Reihe kriegen wollen. Das ganze Buch erinnert mich sehr an die Komödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich".
Am besten gefallen hat mir der Teil des Jungesellenabschieds, dort bekommen Ulf (der Cousin von Roni), James (der schwule Schuhplattlerlehrer), Jochen und Jan (der Lebensgefährte von Ronis Freundin) Platz sich zu entfalten.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Kapitel immer einen bayrischen Begriff als Überschrift hatten, der dann ins hochdeutsche übersetzt wurde - wie zum Beispiel: "Oide Lieb rosd ned, oba die liabe Oide scho (hochdeutsch: Alte Liebe rostet nicht... und Schatz, du siehst toll aus)"

Auch der Folgeroman von Sebastian Glubrecht kann mich von sich überzeugen - ein netter, lustiger und kurzweiliger Roman den man in ein paar Stunden durchlesen kann. Also die perfekte Urlaubs- oder S-Bahn Lektüre.


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