Dienstag, 14. Februar 2012

Rezension: Mechthild Gläser - "Stadt aus Trug und Schatten"



Stell dir vor du schläfst ein, doch anstatt zu träumen wachst du wieder auf, du wachst in einer Parallelwelt auf und alles wirkt ziemlich real.

Für die 17 jährige Flora wird dieses Szenario zur Realität. Eines Tages sieht sie überall beängstigende Schatten und fühlt sich beobachtet, zur Krönung des seltsamen Tages bekommt sie einen angeblichen Austauschschüler aus Finnland vorgestellt. Marian - der Junge mit den grünen Augen soll jetzt bei der Familie wohnen.
Komisch nur, dass sonst nie jemand die Wohnung betreten darf, denn Floras Vater besitzt ein Aquaristikfachgeschäft, ist selbst sein bester Kunde und hat Angst um seine wertvollen Fische.
In der Nacht trifft Flora Marian dann wieder. Und zwar in Eisenheim, der Stadt in der die Seelen der Schlafenden wandern und leben.
Flora versteht die Welt nicht mehr, sie soll schon ihr lebenlang hier gewesen sein ohne es zu merken? Und was hat es mit dieser seltsamen Geschichte auf sich, dass sie (oder viel mehr ihre Seele) den Stein des weißen Löwen geklaut und versteckt hat? Flora kann sich an all das nicht erinnern - findet bald aber einen Brief von ihrem Seelen Ich der ihr klar macht, dass sie niemandem trauen darf nicht einmal sich selbst.

Der Roman von Mechthild Gläser hat mir gut gefallen, anders als viele Jugendromane in den letzten Monaten geht es einmal nicht um eine längst ausgelutschte Geschichte. Der Leser wird in eine wundervoll beschriebene Geschichte mitgenommen und durch den großartigen Schreibstil der Autorin kann man sich wirklich alles bildhaft vorstellen.
Flora ist ein vorlautes Mädchen, dass schon sehr früh Verantwortung für sich und ihren Vater übernehmen musste, ihr beste Freundin Wiebke steht ihr mit Rat und Tat zur Seite und die beiden verbindet nicht nur das Ballet. Linus, der Zwillingsbruder von Wiebke, ist hoffnungslos verliebt in Flora und sieht es gar nicht gerne, dass der Austauschschüler Marian sie ihm madig macht.
Im Prinzip nichts neues, aber doch anders. Denn keiner der Charaktere wird als perfekt oder unnahbar beschrieben. Ebenso gerät die Liebesgeschichte von Marian und Flora nie zu sehr in den Fokus, denn im Grunde geht es immer nur um Flora die versucht ihre Seele zu verstehen, rauszufinden wem sie trauen kann und das Versteck des Steines zu finden.
Ich persönlich hätte noch ein bisschen mehr Action vertragen können, aber da es ein Jugendbuch ist, finde ich es völlig ausreichend an Gewalt.
Das Cover des Buches finde ich sehr hübsch: Es ist schlicht aber es würde mir im Buchladen trotzdem auffallen, obwohl die Farbe rosa eher nicht so zu der Thematik des Buches (nämlich der Schattenwelt) passt.

Die Fortsetzung des Romans soll 2013 erscheinen - ich freue mich schon sehr darauf und werde den 2ten Band der Trilogie aufjeden Fall kaufen.

2 Kommentare:

Cherry hat gesagt…

Hach, so viele schwärmen von diesem Buch. Nun kann ich es kaum erwarten es auch endlich in den Händen zu halten :D

kathrin hat gesagt…

Ohja, es lohnt sich aufjeden Fall! :))

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