Montag, 27. Februar 2012

Rezension: Kerstin Gier - "Rubinrot"


Die Welt dreht sich, ihr Kopf fährt Achterbahn, was ist bloß los mit Gwendolyn?
In der letzten Zeit hat die 16-Jährige immer öfter Kopfschmerzen und Schwindelanfälle. Doch eigentlich werden die Symptome bei ihrer Cousine Charlotte erwartet.
Denn das Schwindelgefühl soll den ersten Zeitsprung ankündigen.
Zeitsprung? Richtig gehört - in Gwendolyns Familie wird das Gen der Zeitreisenden vererbt.
Allerdings wurde von Newton Charlottes Geburtstag ausgerechnet.
Gwen entschließt sich also nach einem Plausch mit ihrem Lieblingsgeist nach Hause zu gehen und eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Schließlich bekommt Charlotte und nicht sie seit Jahren Training und wird penibel auf ihren ersten Zeitsprung vorbereitet.
Natürlich kommt alles anders und Gwen verschwindet plötzlich und findet sich zwar noch in ihrer Straße aber in einer längst vergangenen Zeit wieder. Jetzt geht alles ganz schnell - kaum ist sie wieder im Hier und Jetzt angelangt, springt sie wieder in eine andere Zeit und sieht sich selbst mit einem äußerst attraktiven Jungen tanzen. Spätestens jetzt muss sie ihrer Mutter Bescheid sagen, die dann der ganzen Familie und allen anderen Zeitreisenden erklären muss, dass nicht die perfekte Charlotte sondern die "normale und durchschnittliche" Gwen nun ihr Hoffnungsträger ist um das Geheimnis zu lösen. An ihrer Seite steht ab diesem Tag der wirklich attraktive Gideon... Wäre er nur nicht so arrogant und gemein zu ihr.

Ein gelungener Start der Edelstein Trilogie wie ich finde. Die Charaktere die Kerstin Gier dem Leser präsentiert sind nicht die typischen Teenager sondern interessante Persönlichkeiten.
So kann zum Beispiel Gwendolyn nicht nur in der Zeitspringen sondern auch Geister sehen - gerade ihr Lieblingsgeist James gefällt mir sehr, denn er ist frech und witzig, allerdings auch eigenbrödlerisch genug um als egozentrischer Geist durchzugehen.
Gwens beste Freundin Leslie Hay weiß von Anfang an über Gwens familiäre Situation Bescheid und für sie ist es auch keine große Sache, dass ihre beste Freundin mitten auf dem Schulflur eine Diskussion mit einem Geist führt, den sie nicht sehen kann.
Und auch Gideon de Villiers gefällt mir - trotz seiner anfänglichen Arroganz, zeigt er sich als Kämpfer mit einem großen Herz und einem noch größeren Beschützerinstinkt.

Da der Titel "Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten" lautet, dachte ich zunächst nun käme eine Love Story à la Twilight auf mich zu, die vor Kitsch und Schmalz nur so trieft.
Allerdings hat sich diese Vorahnung (glücklicherweise) nicht erfüllt - viel mehr weiß der Leser zwar, dass es zwischen Gwen und Gideon irgendwie funkt, aber es wird zu keinem Punkt zu übertrieben oder schmalzig! Für mich ist das definitiv ein dicker Pluspunkt für dieses Buch.
Die Sprache der Autorin gefällt mir sehr gut, sie beschreibt alles so gut, dass man sämtliche Orte, sei es in der Vergangenheit oder jetzt, direkt vor Augen hat.
Ich brenne schon darauf die nächsten Teile zu lesen, da das Ende ja wirklich sehr offen war und ich mich immernoch frage, was es mit dem Geheimnis auf sich hat und den "Verrätern" Lucy und Paul, die alle hintergangen haben.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
design by copypastelove and shaybay designs.