Donnerstag, 9. Februar 2012

Rezension: Carsten Stroud - "Niceville"

Niceville - eine kleine idyllische Stadt im Süden Amerikas. So wirkt es zumindest auf den ersten Blick - doch in dieser Stadt wird das Böse beherbergt.
Über 100 Leute wurden in den letzten Jahren als vermisst gemeldet und nie wieder gefunden, weder tot noch lebendig. Es scheint als wären sie vom Erdboden verschwunden.
Eines Tages verschwindet der elf Jahre alte Rainey Teague spurlos.
Selbst Videomaterial, welches sein Verschwinden von einer Sekunde auf die andere dokumentiert, kann nicht weiterhelfen. Allem Anschein nach geht etwas sehr mysteriöses vor sich.
Zehn Tage später wird der Junge geborgen - aus einer alten Gruft die seit hunderten von Jahren nicht mehr geöffnet wurde.
Doch das war erst der Anfang: ein Jahr später wird eine Bank überfalle, entwendet werden über 2 Millionen Dollar.
Dahinter stecken Merle Zane und Chalie Danzinger. Doch die beiden haben auch noch einen geheimnisvollen Helfer.
Der Leser merkt schnell, Niceville hätte eher einen anderen Namen verdient.
Denn nice ist so gut wie gar nichts an diesem Ort.
Zu Beginn des Thrillers wird der Leser in verschiedene Handlungsstränge eingeführt, die zunächst nicht oder nur oberflächlich miteinander zutun haben.
So kennt das der Filmliebhaber ja schon aus "Pulp Fiction" und daher weiß man auch, dass sie doch in irgendeiner Verbindung miteinander stehen.
Im Prinzip kan man Niceville drein Handlungsrahmen zu ordnen: Zum einen sind da die mysteriösen Entführungsfälle - nach Rainey Teague verschwinden noch weitere Einwohner der Stadt auf ebenso unerklärliche Art und Weise - und stellen die Polizei vor eine zunächst unlösbare Aufgabe.
Zum anderen wird der Banküberfall thematisiert - insbesondere auch die korrupte Polizei in Niceville. Dieser Handlungsstrang hat mich sehr an "Cop Land" aus dem Jahr 1997 erinnert.
Der letzte Handlungsstrang ist das Treiben des Tony Bock. Dieser wurde vor Gericht gedemütigt und will sich nun rächen. Wie und an wem ist ihm egal, also versucht er nun einfach jeden an den Pranger zu stellen, der etwas zu verbergen hat.
Ob das mal gut geht in einer Stadt voll mit korrupten Menschen?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Als ich mir zunächst das Cover ansah las ich auf der Buchrückseite: "Niceville ist mehr als ein Thriller. Viel mehr." und diese Aussage kann ich so unterschreiben.
Am Anfang hatte ich gewisse Probleme mich in diese Story einzufinden aber nach den ersten 100 Seiten gewann die Story mich immer mehr für sich.
Ich finde es gut, dass nicht sofort das ganze Pulver verschossen wird, wie man es so oft von Thriller kennt, nein, kontinuierlich über das ganze Buch wurde die Spannung gehalten und zugespitzt.
Horrorfans kommen bei diesem Buch allerdings auch auf ihre Kosten - oft genug wird der mysteriöse Crater Sink erwähnt, er zieht das Böse magisch an und versprüht eine unheimliche und beängstigende Aura.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen die für die kommenden Jahre angekündigt wurden.

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